Fitify im Test: günstige EU-Alternative mit Tools-Modul

Fitify homepage screenshot

Screenshot: fitify.com

Auf einen Blick

Fitify ist ein tschechischer Anbieter, der seit 2017 schnell zu einer der beliebtesten Bodyweight-Apps in Europa gewachsen ist. Mit € 8,33 / Monat (im Jahresabo) ist Fitify die günstigste Premium-App im Test. Wer Wert auf einen EU-Anbieter, eine umfangreiche Übungs­bibliothek und ein eigenständiges Tools-Modul (Widerstandsband, Kettlebell, Kurzhantel) legt, findet hier ein außerordentlich gutes Preis-Leistungs­verhältnis.

Pro

  • Günstigster Premium-Anbieter im Test
  • Eigenes Tools-Modul für Bänder, Hanteln, Kettlebells
  • EU-Sitz (Prag), DSGVO-konform
  • Sehr klare Anfänger­einführung mit 7-Tage-Bootcamp
  • Stretching- und Yoga-Untermodule kostenlos zugänglich

Contra

  • Videos zwar sauber, aber stilistisch einfacher als bei Nike
  • Coach-Personalisierung weniger ausgereift als bei Freeletics
  • Kleinere deutschsprachige Community

Fakten zur App

AnbieterFitify Workouts s.r.o., Prag (EU)
PlattformeniOS 14+, Android 8+, Apple Watch, Wear OS
Preis€ 12,99 / Monat · € 99,99 / Jahr (€ 8,33 / Monat)
Kostenlose Testphase7 Tage Premium
Sprachen22 inkl. Deutsch
GeräteBodyweight oder Tools (Band, Hantel, Kettlebell, Kabel)
DatenschutzDSGVO, EU-Sitz, DPO benannt

Trainings­programme und Tools-Modul

Fitify trennt zwischen "Bodyweight Coach" und "Workouts with Tools". Das Tools-Modul ist im Test das überraschendste Feature: Wer ein Widerstandsband, eine Kurzhantel oder eine Kettlebell besitzt, kann die App als vollständigen Trainings­partner nutzen, ohne ins Studio zu wechseln. Im Vergleich zu Nike Training Club ist die Auswahl an Geräte-Workouts deutlich breiter, weil sie systematisch nach Equipment sortiert ist.

Der Coach erstellt nach einem 5-Fragen-Eingang einen Wochenplan. Anpassungen sind möglich, aber weniger granular als bei Freeletics – die App reagiert vor allem auf Schwierigkeitsgrad und Trainingsdauer.

Stretching, Yoga und Anfänger­einstieg

Sehr stark ist das Stretching-Modul. Tagesabhängige Routinen, 5- bis 15-Minuten-Sessions, geführte Mobility-Strecken nach langen Bürotagen – das macht Fitify zu einer guten Ergänzung selbst dann, wenn der Hauptcoach in einer anderen App liegt. Auch das Yoga-Untermodul ist sauber aufgebaut und für Anfänger geeignet. Das 7-Tage-Bootcamp ist die ideale Anfängerstrecke.

Preise, Kündigung, Datenschutz

Mit € 8,33 / Monat im Jahresabo (€ 99,99 / Jahr) und € 12,99 im Monatsabo positioniert sich Fitify deutlich unter dem Marktdurchschnitt. Die Kündigung erfolgt über den App Store, Google Play oder die Webseite. Als Prager Unternehmen unterliegt Fitify der DSGVO, hat einen Datenschutz­beauftragten benannt und ermöglicht den Datenexport aus dem Konto-Bereich. Das ist im Test der zweitsauberste Datenschutz­auftritt nach adidas Training.

Fazit der Redaktion

Fitify ist die ideale App für preisbewusste Nutzerinnen und Nutzer, die EU-Datenschutz und ein gerätespezifisches Tools-Modul wünschen. Wer eine Premium-Coaching-Erfahrung mit deutscher Sprachausgabe sucht, bleibt bei Freeletics. Wer nichts zahlen möchte, ist mit Nike Training Club besser bedient. Für alle dazwischen ist Fitify die ehrlichste Empfehlung der Redaktion.

Scoring nach 12 Kriterien

Programmtiefe9 / 10
Coach-Qualität7 / 10
Anfänger­freundlichkeit9 / 10
Videoqualität8 / 10
App-Stabilität9 / 10
Synchronisation Health8 / 10
Wearables9 / 10
Preis-Leistung10 / 10
Kündigungs­prozess9 / 10
Datenschutz10 / 10
Support (DE)7 / 10
Stretch / Yoga9 / 10
Gewichteter Gesamtwert4,4 / 5

Alternativen

Freeletics

Der adaptive Coach mit der ausgereiftesten Personalisierung im Test.

Zu Freeletics

adidas Training

Die österreichische Alternative mit lockerem Premium-Test (30 Tage).

Zu adidas Training

Sworkit

Stabiler US-Anbieter mit klinisch geprüftem Reha-Programm.

Zu Sworkit